Weitläufige Olivenhaine umgeben Pisciotta

Der Ort ist für seine hervorragende  Ölproduktion bekannt. Läge er mit seinen knapp 3000 Einwohnern in der Toskana, wäre er mit seinem mittelalterlichen Charakter, den engen Gässchen, dem alten Herzogspalast und den beiden schmucken Kirchen vermutlich ein Touristenmagnet. Aber Pisciotta liegt im hügeligen Cilento, auf dem Rücken eines Bergausläufers, eine gute Autostunde südlich von Paestum entfernt.

Vom Massentourismus keine Spur

Der Puls des pisciottanischen Lebens schlägt langsam. Das Meer immer im Blick, hoch oben auf der Piazza, die wie ein kollektiver Balkon in 170 Metern Höhe schwebt. Rings darum gibt es Bars, Lebensmittelläden und ein paar Restaurants. Mittwochs ist Markttag in Pisciotta. Von der Piazza aus erreicht man in einer knappen halben Stunde über einen Fußweg die Marina von Pisciotta mit dem kleinen Fischerhafen und dem Strand Aquabianca. Zwei hervorragende Fischrestaurants erweitern das kulinarische Angebot des Ortes.

Rings um Pisciotta führen Wanderwege durch die Olivenhaine. Im Hafen kann man Motorboote mieten, um die Küste entlangzuschippern bis zu den bekannten Grotten des Nachbarortes Palinuro.
Einige Fischer nehmen auch Gäste zum Fischfang mit an Bord (Pescaturismo). Ein renommiertes Tauchcenter liegt etwas außerhalb der Marina in einem Ferienclub. Den Ortskern verbindet eine lokale Buslinie mit der Marina und dem Ortsteil Caprioli (Richtung Palinuro an einem weitläufigen Sandstrand), so dass man auch ohne Auto mobil sein kann.